Liebe Unterstützer, Mitwirkende und Interessenten der Initiative für Osteuropa,

 

4 Leute unseres Teams waren in der Zeit vom 21.07. - 23.07.2018 in Ostpolen und haben den ersten Hilfstransport Vor-Ort gebracht. Wir wollen gern unsere Eindrücke und Erfahrungen schildern und von der Tour berichten.


 

Wir haben Anfang 2018 mit der polnischen Organisation „AKCJA Humanitarna Zycie“ Kontakt aufgenommen und mit dem dortigen Leiter, Herrn Ohimor, den Spendenbedarf abgestimmt.

Endlich war es soweit und so wurden am Abend des 20.07.2018 mit vielen Helfern unsere 2 Transporter mit ca. 2 Tonnen Kleidung und Schulranzen, Schulmaterialien, Spielsachen, Hygieneartikeln und Süßigkeiten beladen. Die Hilfstour konnte beginnen.

Nach aufwendigen Vorbereitungen starteten am Morgen des 21.07.2018 unsere Transporter nach Rzeszow. Wir hatten eine Strecke von 630 Kilometern zu bewältigen. Nach mehrmaligem Stau und den längeren Wartezeiten an den Mautstationen waren wir nach 10 Stunden am Zielort angekommen. Dort wurden wir bereits sehnsüchtig erwartet und herzlichst von dem kompletten Team und vielen freiwilligen Helfern begrüßt. Der Leiter Herr Ohimor zeigte uns die Lagerräume der Organisation. Danach wurden unsere 2 Transporter entladen und die Räume gefüllt. Der Tag war für Alle sehr anstrengend, und nach einem guten Abendessen konnten wir nur noch ins Bett fallen und uns auf den nächsten Tag freuen.

Am 22.07.2018 wurden wir von Kirchgemeinde „Emaus“, welche die Organisation unterstützt, zu einem fröhlichen Gottesdienst eingeladen und anschließend noch zu einem Gespräch beim Pfarrer. Bei diesem Gespräch wurde uns die Entstehungsgeschichte der Organisation erzählt. Und wir waren sehr erstaunt über solch einen Werdegang.

Die Geschichte wollen wir euch gern wiedergeben und euch staunen lassen. Eine polnische Großfamilie hat ein Grundstück mit einem sehr großen Wohnhaus gesucht, da für 8 Kinder sehr viel Platz benötigt wurde. Als Gebäude hat sich eine alte Schule angeboten, welche der Familienvater besichtigte und sich anschließend für den Kauf entschied. Da auf dem Grundstück der alten Schule zu dieser Zeit mehrere Obdachlose lebten, wurde die Familie von der Gemeindeverwaltung gebeten, sich ein wenig um diese Menschen zu kümmern. Dieser Bitte kam die Familie nach. So entstand der Gedanke, etwas Größeres daraus werden zu lassen. Mit viel Zeit und Mühe wurde die Organisation „AKCJA Humanitarna Zycie“ ins Leben gerufen. Sie besteht mittlerweile aus 16 Zweigstellen, verteilt über das ganze Land. Es ist großartig, was aus einer kleinen Geste werden kann.

Am Morgen des 23.07.2018 haben wir unsere Sachen gepackt. Denn heute ging es wieder Richtung Heimat. Einen Anlaufpunkt hatten wir jedoch noch. Deshalb sind wir nochmal zum Lager der Organisation gefahren, um die Transporter mit einem Teil unserer mitgebrachten Sachspenden zu beladen. Denn unser Ziel war noch das Kinderheim „Mieszko i Dobraw“ in Rzeszow. Auch dort wurden wir sehr herzlich empfangen. Die Direktorin des Kinderheims hat uns verschiedene Dinge über die Kinder und die meist schwierigen Lebensumstände der Familien erzählt. Diese Berichte und Begegnungen waren sehr ergreifend und haben uns erneut sehr nachdenklich gestimmt. Damit wir uns ein umfassendes Bild von dem Kinderheim machen konnten, wurden wir durch alle Etagen und durch verschiedene Zimmer der Kinder geführt. Das Kinderheim war sehr gepflegt und hat einen guten Eindruck bei uns hinterlassen. Jedoch fehlt es eben an vielen Dingen und wir waren sehr froh, mit den Sachspenden helfen zu können. Neben Kleidung und Spielsachen wurden Hygieneartikel und Windeln im Kinderheim benötigt. Dies konnten wir durch die zahlreichen Sachspenden, die wir in Deutschland gesammelt haben, verwirklichen und alle benötigten Dinge bringen. In fröhliche und strahlende Kinderaugen zu blicken, das sind unvergessliche Momente, die uns zu Herzen gingen.

Nach dem Besuch des Kinderheimes fuhren wir zurück nach Deutschland, und nach 8 Stunden sind wir wohlbehalten wieder in der Heimat gelandet.

Wir wollen uns noch einmal recht herzlich bei allen Spendern, Unterstützern und Mitwirkenden bedanken, denn ohne Sie wäre diese Hilfstour nicht möglich gewesen. Mit den ausgelieferten Sachspenden wurde den Menschen Vor-Ort ein Stück Hoffnung vermittelt. Hoffnung bringt Freude und Lebensmut, und schenkt auch ein Gefühl, nicht vergessen zu sein. Eure Take-Initiative Team